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Baustellenreport
Holzhybridbauweise

Baustellenreport neubau holzfassade
Baustellenreport neubau holzfassade

Vom Denkmal lernen: Der Neubau des Derzbachhofs ist wie das historische Bauernhaus in Hybridbauweise errichtet

Bei der Hybridbauweise werden Baustoffe im Tragwerk eines Gebäudes miteinander kombiniert, damit sich deren unterschiedliche Eigenschaften in optimaler Weise ergänzen. Bei der historischen Tenne wurde Stein für die tragenden Mauern im Erdgeschoss mit einer Holzschalung für die darüberliegende Scheune kombiniert: Während der Stein im Winter Wärme und im Sommer Kühle speichert, um das Gebäude zu temperieren, sorgt das Holz für eine gute Durchlüftung der Scheune zur Lagerung und Trocknung des Heus.

Beim Neubau wird ein Stahlbetonskelett mit einer Holzfassade kombiniert: Denn Stahlbeton eignet sich besonders gut für Tragsysteme, weil er auch mit minimalen Querschnitt sehr hohe Lasten aufnehmen kann. Zudem besitzt Beton eine deutlich geringere Übertragung des Luftschalls und bietet sich daher hervorragend für die Wohnungstrennwände an. Da Beton nicht brennbar ist, wurde er außerdem überall da eingesetzt, wo erhöhte Brandschutzanforderungen an die Bauteile bestehen, wie etwa dem Treppenhaus und den Geschossdecken.

Die Gebäudehülle, also Fassade und Dach, wiederum ist eine reine Holzkonstruktion. Denn Holz verfügt über einen wesentlich besseren Dämmwert als Beton und trägt als nachwachsender Rohstoff zu einer positiven Ökobilanz bei. Ein weiterer Vorzug liegt in seinem Gewicht: Die leichte Fassade konnte an das Betonskelett vorgehängt werden. Und: Holz hat einen besonders hohen Vorfertigungsgrad. So konnte die Fassade besonders, präzise, schnell und problemlos auf die Baustelle geliefert und montiert werden.